Die Straße der Romanik

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Wegweiser - Straße der Romanik
Hinweisschild - Straße der Romanik
Das Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt war im Hochmittelalter - vor allem während der Herrschaft der Ottonen - ein politisches und kulturelles Zentrum in Deutschland und in Europa. An vielen Stellen im Land können Sie daher auch in unseren Tagen noch die eindrucksvollen steinernen Spuren dieser längst vergangenen Epoche besichtigen. Seit dem Jahre 1993 verknüpft die "Straße der Romanik" zahlreiche bedeutende Bauwerke jener Zeit. Besucher unternehmen auf dieser Ferienstraße daher auch eine Reise zu den Anfängen der deutschen Geschichte.

Die hochmittelalterlichen Spuren folgende Straße der Romanik verbindet insgesamt 88 romanische Bauwerke in 73 Orten in Sachsen-Anhalt miteinander. Entlang der Route sehen Sie Klöster, Dome und Kirchen sowie Burgen und Schlösser aus der etwa vom Jahre 1000 bis zum Jahre 1250 währenden Epoche der Romanik. Dementsprechend werden die Bauten in die vier Kategorien "Dome und Domschätze", "Klöster", "Burgen, Schlösser, Pfalzen" sowie "Kirchen und Kapellen" unterteilt. Einige Bauwerke davon ragen als imposante Ruinen empor, doch die meisten Gebäude sind intakt und werden vielfältig genutzt.

Auf ihrer mehr als 1000 Kilometer langen und quer durch das Land führenden Route streift die Straße der Romanik auch den Harz, vor allem die Gebiete am Nord-, Ost- und Südrand dieses Gebirges. Im Laufe der Zeit erlangte die Ferienstraße eine große touristische Bedeutung. Die Bauwerke entlang der Strecke verzeichnen pro Jahr mehr als eine Million Besucher. Seit dem Jahre 2007 gehört die Straße der Romanik außerdem zur überregionalen europäischen Kulturstraße Transromanica, welche romanische Gebäude in zahlreichen Ländern des Kontinents miteinander verbindet.

In den vergangenen Jahrzehnten gab es diverse Erweiterungen der historischen Spuren folgenden Ferienstraße. Obwohl gelegentlich auch Objekte aus der Route herausgelöst werden wie z.B. im Jahre 2017 das auf Grund eines Eigentümerwechsels nicht mehr öffentlich zugängliche Schloß Seeburg, wuchs die Straße der Romanik mit der Zeit auf immer mehr Stationen an. Die letzten "Neuzugänge" im Harzgebiet waren im Juli 2017 das Marienkloster Münzenberg in Quedlinburg, das Kloster Wendhusen in Thale sowie die Kirche St. Johannis in Wernigerode.

 


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