Quedlinburg

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Quedlinburg - Schlossberg mit Schloss und Stiftskirche
Der Quedlinburger Schloßberg mit dem Renaissance-Schloß und der romanischen Stiftskirche St. Servatii
Die Stadt Quedlinburg liegt im nördlichen Harzvorland am Fluß Bode. Ihre aufwändig sanierte Innenstadt besteht fast vollständig aus Gebäuden in Fachwerkbauweise. Das älteste von diesen stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und ist damit das vermutlich älteste erhaltene Fachwerkhaus in Deutschland. Insgesamt finden Sie in Quedlinburg rund 1200 Gebäude dieser Bauart. Aus diesem Grund stehen seit dem Jahre 1995 der etwa einen Quadratkilometer große historische Stadtkern sowie einige weitere bedeutende Objekte in Quedlinburg auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Die Stadt ist eines der größten Flächendenkmale in Deutschland, eine der bekanntesten Fachwerkstädte überhaupt und nicht zuletzt deswegen eines der ganz großen Touristenzentren im Harzgebiet.

Die Gegend um Quedlinburg war bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt, wie zahlreiche ab der Altsteinzeit beginnende Funde belegen. Dabei war dieses Areal ohne erkennbare Unterbrechung immer bewohnt. Das älteste in historischer Zeit entstandene und nachweisbare Bauwerk war ein Vorgängerbau der heutigen Wipertikirche. Dieses Gotteshaus wurde in der Mitte des 9. Jahrhunderts als Außenstelle des Klosters Hersfeld errichtet.

Im Jahre 922 wurde in einer Urkunde erstmals die Bezeichnung "Quitilingaburg" für die Siedlung verwendet. Etwa zu dieser Zeit entstand hier auch eine Königspfalz als einer von mehreren Regierungssitzen der deutschen Könige. Bis ins 12. Jahrhundert hinein sind rund 70 Aufenthalte eines deutschen Herrschers belegt. Auf dem Schloßberg wurde außerdem im Jahre 936 ein Damenstift errichtet, welches unter der Leitung von Mathilde, der Witwe des ersten deutschen Königs Heinrich I. stand. Durch diverse Schenkungen erlangte dieses Stift rasch erheblichen Wohlstand.

Aus der wechselvollen Geschichte der Stadt gingen unzählige bedeutende Bauwerke hervor. Neben dem Schloßberg mit dem Schloß und der Stiftskirche gibt es noch eine Vielzahl weiterer, über das Stadtgebiet verteilter Gotteshäuser. An der Wipertikirche und auf dem Münzenberg stehen noch heute einige Relikte einstmals blühender Klosteranlagen. Rund um die Altstadt können Sie außerdem viele gut erhaltene Abschnitte der Stadtmauer besichtigen. Mächtige Mauerreste, Türme und Bastionen vermitteln dem Betrachter auch in unseren Tagen noch einen Eindruck von der Wehrhaftigkeit der mittelalterlichen Stadt.

Attraktionen jüngeren Datum sind dagegen die meisten der zahlreichen Museen der Stadt. Zu diesen gehören u.a. das Fachwerkmuseum im "Ständerbau", das Schloßmuseum mit Details zur Stadtgeschichte, das Klopstockhaus, die Feininger-Galerie und als besonderes Kuriosum das Holzwurmmuseum. Im Süden von Quedlinburg erstreckt sich mit dem "Brühl" ein ausgedehnter Stadtpark. Doch auch innerhalb des Siedlungskerns gibt es verschiedene weitere Park- und Gartenanlagen unterschiedlicher Größe.

Eine besondere Sehenswürdigkeit im Stadtzentrum von Quedlinburg ist der schöne, von farbenfrohen restaurierten Fachwerkhäusern umgebene Marktplatz. Hier befindet sich auch das ursprünglich gotische Rathaus mit seinem Portal im Renaissance-Stil und die Roland-Figur aus dem 15. Jahrhundert. Sie ist mit 2,75 Metern Höhe eine der kleinsten in Deutschland.

Seit dem Jahre 2006 führt das Gleis der Selketalbahn bis nach Quedlinburg. Von hier aus können Sie daher das gesamte Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen bis hinauf zum mehr als 1000 Meter höher gelegenen Brocken befahren.

Quedlinburg läßt sich nicht "nebenher" erkunden. Viele Sehenswürdigkeiten sind praktisch nur zu Fuß erreichbar. Um die Stadt kennenzulernen, sollten Sie deshalb auf das Auto verzichten und auch entsprechende Zeit einplanen. Als Lohn dieser Mühe warten ungezählte und wegen ihrer Fülle hier auch vielfach ungenannte große und kleine Attraktionen darauf, sich Ihrem Auge präsentieren zu dürfen.

 


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Weitere Informationen:
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