Die Klosterkirche "St. Marien" in Klostermansfeld

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Die Klosterkirche St. Marien in Klostermansfeld
Der Turm der romanischen Klosterkirche "St. Marien" trägt eine Haube im Stil des Barock.
Die Klosterkirche "St. Marien" wurde im 12. Jahrhundert erbaut und gehört zu den bedeutenden Bauwerken der Romanik in Sachsen-Anhalt. Das Gotteshaus stellt sowohl eine Station auf der Straße der Romanik als auch auf dem Jakobsweg dar.

Das zur Kirche zugehörige Benediktinerkloster entstand vermutlich um das Jahr 1140. Es war eine gemeinsame Stiftung des Markgrafen Albrecht der Bär und seiner Frau Sophia, deren ältestem Sohn Otto sowie Graf Hoyer von Mansfeld mitsamt seiner Gemahlin Bya. Seit etwa 1160 wurde das Kloster von Mönchen des Josaphatordens geführt, welche Albrecht der Bär von einer Reise nach Jerusalem mitbrachte. Das offizielle Gründungsjahr des Klosters datiert im Jahre 1170. Das ursprünglich (nach Spangenberg) "St. Niclas" geweihte Gotteshaus erhielt in diesem Jahr die Heilige Jungfrau Maria als Schutzpatronin.

Der Ostteil der dreischiffigen Basilika ist der älteste Teil des romanischen Bauwerkes. Die Bauarbeiten am Gotteshaus fanden erst nach 1170 ein Ende. Im Laufe der Zeit gab es verschiedene Erweiterungen und Umbauten. Um das Jahr 1450 wurde der Chor vergrößert und dabei im Stil der Gotik umgestaltet.

Während des Bauernkrieges im Jahre 1525 plünderten die Aufständischen sowohl die Kirche als auch die angrenzenden Klostergebäude und beschädigten diese dabei schwer. Teile des Gotteshauses wie z.B. die Seitenschiffe und das Querhaus mußten als Folge dieses Ereignisses abgerissen werden. Im darauf folgenden Jahr wurde das Kloster aufgelöst und die Kirche zur Pfarrkirche von Klostermansfeld. Der Besitz des Klosters erfuhr dabei eine Überführung in ein nunmehr gräfliches Amt.

Im Jahre 1732 erhielt der romanische Kirchturm eine Haube im Stil des Barock. Zu dieser Zeit erfolgten noch diverse weitere kleinere Umbauten an dem Gotteshaus.

In den 1960er Jahren fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der ehemaligen Klosterkirche statt. Dabei konnte in wesentlichen Teilen der ursprüngliche Bauzustand aus der Ära der Romanik sowie der Frühgotik wieder hergestellt werden. Weitere Sanierungsarbeiten gab es in den 1990er Jahren.

Eine Besichtigung der ehemaligen Klosterkirche "St. Marien" ist nach Voranmeldung im Rahmen einer fachkundigen Führung möglich. Dabei werden auf Wunsch verschiedene Themenschwerpunkte angeboten und spezielle Zielgruppen wie z.B. Kinder berücksichtigt. Ganz individuell erkunden können Sie das altehrwürdige Bauwerk einmal im Jahr am Tag des offenen Denkmals.

 


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