Die Königspfalz in Tilleda

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Bei einem Besuch im kleinen Ort Tilleda in der Goldenen Aue zwischen Harz und Kyffhäusergebirge betreten Sie geschichtsträchtigen Boden. Vom 10. bis 13. Jahrhundert befand sich hier einer der Regierungssitze der deutschen Kaiser und Könige.

Die Königspfalz in Tilleda wurde im Jahre 972 erstmals in der Heiratsurkunde von Otto II. und seiner Frau Theophanu erwähnt. Sie bestand einst aus einer Hauptburg und zwei Vorburgen mit verschiedenen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Zu ihrem Umfeld gehörten außerdem zahlreiche Siedlungen und landwirtschaftliche Güter, welche der Versorgung der Pfalz und damit des Königtums dienten.
Es sind mehrere Aufenthalte verschiedener Könige in der Pfalz Tilleda nachgewiesen.

Im Spätmittelalter schwand der Einfluß der Zentralgewalt der Kaiser und Könige. Die Königspfalz verlor damit ihre ursprüngliche Bestimmung und wurde verlassen. Bald verfiel sie und geriet in Vergessenheit.
Erst im Jahre 1871 wurden die verschütteten Reste der Pfalz von einem Heimatforscher wiederentdeckt. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgten erste Ausgrabungen, doch erst in den 70er Jahren waren diese Arbeiten vollendet.

Das Gelände der einstigen Residenz in Tilleda ist heute ein einzigartiges Freilichtmuseum auf einer Gesamtfläche von etwa 6 Hektar. Der Besucher erhält hier unzählige Einblicke in das Leben am mittelalterlichen Königshof. Die Königspfalz ist seit einigen Jahren eine der Stationen auf der "Straße der Romanik".

 


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Weitere Informationen:
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