Die Harzreisen des Johann Wolfgang von Goethe

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Goethe war auch hier
Goethe und Harz - zwei fest miteinander verbundene Begriffe.
Johann Wolfgang von Goethe war zweifellos einer der berühmtesten Harzbesucher überhaupt. Der große Dichter hat an zahlreichen Stellen im Harz seine Spuren hinterlassen. Viele Bezeichnungen und Gedenktafeln erinnern noch heute an seine Anwesenheit während seiner drei ausgedehnten Harzreisen. Sein Name wird deshalb in unseren Tagen nicht zuletzt auch gern für touristische Werbemaßnahmen in Anspruch genommen.

Der alles überragende Brocken hatte es Goethe offensichtlich ganz besonders angetan. Drei Mal bestieg er den höchsten Harzgipfel, erstmals am 10. Dezember 1777. Zu dieser Zeit war der exponierte Berg mit seinem eigenwilligen Klima touristisch noch völlig unerschlossen und der Weg auf den sagenumwobenen Gipfel ein waghalsiges Abenteuer. Goethes ungefähre Route ist als "Goetheweg" noch heute einer der beliebtesten Aufstiege zum Brocken. Der genaue Verlauf seines damaligen Weges durch das unwegsame Gelände läßt sich in unseren Tagen jedoch nicht mehr bestimmen.

Johann Wolfgang von Goethe kam nicht als Urlauber, sondern als Forschungsreisender in den Harz. Er erstellte auf seinen Reisen verschiedene Studien in den Bereichen Geologie und Bergbau. Die Eindrücke und Erlebnisse seiner Reisen durch den Harz inspirierten Goethe außerdem in seinem literarischen Schaffen. Besonders sein Meisterwerk, der "Faust", wurde deutlich von seinen Harzer Erfahrungen geprägt und viele Szenen in dieses Gebirge verlegt. Herausragend in diesem Zusammenhang ist die im ersten Teil der Tragödie beschriebene Walpurgisfeier auf dem Brocken.

So erhielt der Harz ein unsterbliches literarisches Denkmal und fand schon früh Eingang in die Weltliteratur. Viele prominente Persönlichkeiten taten es dem "Dichterfürsten" in der Folgezeit nach und besuchten ebenfalls den Harz. Wandeln daher auch Sie seinen Spuren und lassen sich dabei wie einst Johann Wolfgang von Goethe von der Vielfalt des Harzes beeindrucken.

Die im Folgenden genannten Orte im Harz besuchte Johann Wolfgang von Goethe mindestens einmal.

Auf allen drei Reisen bestieg er den Brocken, weilte in den damals noch getrennten Bergstädten Clausthal und Zellerfeld und besichtigte die Baumannshöhle in Rübeland.

Seine erste Reise im Jahre 1777 führte ihn außerdem nach
Altenau
Lauterberg (zu Goethes Zeiten noch ohne "Bad")
Elbingerode
Goslar (mit Besuch des dortigen Bergwerks Rammelsberg)
Ilfeld
Ilsenburg
Nordhausen
Oker
Sangerhausen
St. Andreasberg
Torfhaus
Wernigerode

Auf der zweiten Reise im Jahre 1783 besuchte Goethe u.a. diese Sehenswürdigkeiten:
Bodetal
Halberstadt
Rosstrappe
Schierke
St. Andreasberg

Die dritte und letzte der großen Harz-Reisen des Dichterfürsten im Jahre 1784 führte diesen u.a. hier hin:
Bodetal
Elbingerode (bereits zum zweiten Mal)
Einhornhöhle
Goslar (ebenfalls bereits zum zweiten Mal)
Hanskühnenburg
Herzberg
Hexentanzplatz
Hübichenstein
Schloß Langenstein
Lauterberg (dort Besuch der Königshütte)
Osterode
Rosstrappe (bereits zum zweiten Mal)
Schierke mit Besuch der Schnarcherklippen und der Feuersteinklippen
Teufelsmauer bei Blankenburg

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Weitere Informationen:
Goethes "Hexen-Einmaleins" | Der Goetheweg zum Brocken | Fotoimpressionen: Mit Johann Wolfgang von Goethe durch den Harz

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