Die Harzer Bergbaumuseen

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Fahrt mit der Grubenbahn  
Bei einer Fahrt mit der Grubenbahn gelangen Sie tief in das Innere des Berges.  
Metallhaltiges Gestein wurde den Harzer Bergen bereits in einer undatierbaren Ära der Frühgeschichte abgerungen. Wahrscheinlich schon lange vor Beginn unserer Zeitrechnung erfolgte an vielen Stellen im Gebirge ein oberflächennaher Abbau verschiedener Erze.

Zu den frühesten historisch belegten Bergwerken gehört das am Rammelsberg bei Goslar. Laut den schriftlichen Überlieferungen wurde hier seit dem Jahre 968 Silbererz abgebaut. Mit mehr als einem Jahrtausend Abbaugeschichte hält dieses Bergwerk damit den unbestrittenen Langzeit-Weltrekord.

Die Details des mittelalterlichen Bergbaus im Oberharz verlieren sich mangels erhaltener Urkunden ebenfalls im Nebel der Geschichte. Erst ab Beginn der Neuzeit sind alle diesbezüglichen Aktivitäten gut und teilweise sehr detailreich belegt.

Das mit Abstand ergiebigste Bergbaurevier im Harzgebiet befand sich aber im Mansfelder Land. Dieses heute von den typischen Problemen einer struktur- und einkommensschwachen Region geprägte Gebiet war in der Zeit des Hochmittelalters und in der frühen Neuzeit sehr wohlhabend.

Der Harzer Bergbau brachte obendrein zahlreiche technische Neuerungen hervor. Besonders erwähnenswert sind hier die Erfindung der "Fahrkunst" und des Drahtseils. Außerdem erfolgte bei zumindest einigen der Bergwerke schon sehr frühzeitig den Einsatz von Dampfmaschinen.

In unseren Tagen ist der Erzbergbau im Harz vollständig zum Erliegen gekommen. Die letzte Erzförderstätte bei Bad Grund wurde im Jahre 1992 geschlossen. Zwar schlummern in den Tiefen der Berge noch immer große Mengen an wertvollen Metallen, doch ist deren Abbau (derzeit) völlig unrentabel.

An Bergbautätigkeiten gibt es im Harzgebiet lediglich noch diverse Steinbrüche und am Südharzrand den äußerst umstrittenen Gipsabbau. Diese Arbeiten und deren Zukunft werden schon seit längerer Zeit sehr kontrovers diskutiert, da sie einen erheblichen Eingriff in das Landschaftsbild bedeuten und damit auch im Konflikt zum wachsenden Wirtschaftsfaktor Tourismus stehen.

In der gesamten Region gibt es heute eine Vielzahl von Bergbaumuseen und Schaubergwerken. Diese befinden sich zumeist an den originalen Standorten der einstigen Wirkungsstätten der Bergmänner. Sie alle haben den im Harz wichtigsten Wirtschaftszweig des vergangenen Jahrtausends zum Thema.

Neben den diversen Besucherbergwerken und thematisch entsprechenden Ausstellungen gibt es im Harz sowie im Harzvorland noch unzählige weitere Relikte des Bergbaus. Alte Wassergräben, Stollen, Teiche, Halden und geografische Namen erinnern die Menschen in unseren Tagen an die mühevolle Arbeit der Altvorderen. Der Bergbau war und ist eine sehr landschaftsprägende Industrie - was Sie an vielen Stellen des Gebirges mit eigenen Augen nachprüfen können.

Bedeutende Überreste der Bergbautätigkeit sind u.a.:
Das Oberharzer Wasserregal | Alte Bergbauteiche in und um Clausthal-Zellerfeld | Alte Schlackenhalden als stumme Zeugen des frühgeschichtlichen Bergbaus im Harz | Historische Kleinhalden bei Hettstedt | Das Steinkohlenrevier Neustadt | Die Altbergbaugebiete bei Pölsfeld

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Weitere Informationen:
Erläuterung von Begriffen rund um den Harzer Bergbau | Bergbauteiche im Harz | Gesamtfördermengen der Bergbaureviere im Harz | Der Bergbau im Mansfelder Land | Der Burgstätter Gangzug | Der Rosenhöfer Gangzug

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