Das Waldgebiet Heers

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Im Waldgebiet Heers
Ein typischer sandiger Wanderweg im Heers mit unterschiedlich strukturiertem Baumbestand am Wegesrand.
Im nördlichen Harzvorland erstreckt sich nördlich von Blankenburg der Heers, ein ausgedehntes Waldgebiet und beliebtes Ausflugsziel vor allem für die Bewohner der umliegenden Orte. Der Name des Waldes leitet sich ab von einer früheren Heerstraße, welche einst die Städte Quedlinburg und Goslar miteinander verband und dabei diesen weitläufigen und dichten Baumbestand durchquerte.

Die größte West-Ost-Ausdehnung des Heers beträgt etwa 5,5 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung sind es ungefähr 2,5 Kilometer. Im Westen wird das Waldareal vom Goldbach begrenzt, im Osten reicht es fast bis an den Ortsrand von Börnecke heran.

Im Heers finden Sie überwiegend sandige Böden und entsprechenden Kiefernbestand vor. Damit zeigt das Antlitz der dortigen Landschaft mehr Ähnlichkeit mit der fernen Mark Brandenburg als mit dem nahen Harz. Das unterstreicht aber ein weiteres Mal den Abwechslungsreichtum dieser Region.

Beim Baumbestand handelt es sich zu einem großen Teil um Plantagenwald, es gibt aber auch zahlreiche natürliche Waldareale. Das Gebiet wird außerdem von einer Vielzahl an kleinen Anhöhen mit Sandsteinfelsen sowie entsprechenden Tälern dominiert. Am Südrand des Heers bestimmen die weithin sichtbaren bizarren Felsformationen des Regensteins und der Kleinen Roßtrappe das Landschaftsbild der Region entscheidend mit.

Ein etwa 109 Hektar großes Areal steht im Südwesten des Heers als FFH-Gebiet unter besonderem Schutz. Hier entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Refugium für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Der Schutzstatus ähnelt dem eines Naturschutzgebietes, daher gilt auch hier ein entsprechendes Wegegebot. Bei der Vielzahl der Wege im Heers ist aber ein Verlassen derselben meist ohne jeglichen Vorteil.

Im Osten durchschneidet die Bahntrasse der Eisenbahnlinie Halberstadt - Blankenburg den Heers und trennt damit ein rund 100 Hektar großes Areal vom übrigen Waldgebiet ab. Abgesehen von diesem Bahngleis gibt es keine weitere Verkehrsinfrastruktur für den motorisierten Durchgangsverkehr. Dadurch ist es im Wald sehr ruhig und die Tiere leben hier vergleichsweise ungestört.

Auf dem Gebiet des Heers befinden sich zahlreiche künstliche Hohlräume im weichen Sandstein. Die Großen und die Kleinen Sandhöhlen sind dabei nur die bekanntesten von diesen. Das Areal der Großen Sandhöhlen war vermutlich in vorchristlicher Zeit ein Thingplatz der damaligen germanischen Bevölkerung dieser Region.

Der Heers stellt mit seiner guten Erreichbarkeit und seinem Abwechslungsreichtum ein ideales Wandergebiet dar. Hier finden Sie eine Vielzahl an gut ausgebauten Wanderwegen mit einer großen Anzahl an Rastplätzen vor. Das Waldareal wartet obendrein mit unzähligen großen und kleinen Sehenswürdigkeiten auf. Zu diesen gehören neben den bereits erwähnten Sandhöhlen u.a. die Regensteinmühle, der Große Papenberg und der Pastorenstein. Im näheren Umfeld gibt es noch diverse weitere Attraktionen.

Doch auch ohne den Besuch dieser touristischen Highlights lohnt sich eine Wanderung im Heers zu jeder Jahreszeit. Dies gilt in besonderm Maße, wenn Sie auf der Suche nach Ruhe und Entspannung sind. Zahlreiche künstliche Geländestrukturen und Reste von Befestigungsanlagen mitten im Wald zeugen aber auch von der nicht immer so friedlichen Nutzung des Gebietes in der Vergangenheit.

Der Heers ist sowohl von Blankenburg als auch von Börnecke aus gut zu Fuß erreichbar. Am Westrand des Waldgebietes führt die Bundesstraße 81 vorüber. Hier gibt es diverse Parkmöglichkeiten. Des Weiteren liegen mehrere Anschlußstellen der Autobahn 36 nicht weit vom Waldrand entfernt. Wer möchte, kann sogar mit der Bahn in den Heers fahren. Der Bahnhof Börnecke befindet sich am nordöstlichen Rand des Waldareals.


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Weitere Informationen:
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