Von Treseburg nach Thale - Eine Wanderung durch das untere Bodetal

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Eine Wanderung durch das untere Bodetal
Viel Zeit und Aufwand waren nötig, um den einzigartigen Wanderweg durch die unzugängliche Bergwildnis des unteren Bodetals anzulegen.
Die rund 9 Kilometer lange Wegstrecke von Treseburg bis zur Talstation der Seilbahn in Thale begleitet Sie durch den schönsten Teil des wild-romantischen Tales der Bode. Dieser östlichste Abschnitt des Harzer Hexenstieges stellt einen der landschaftlich attraktivsten Wanderwege im Harz dar. Der vielseitige Gelehrte und Literat Johann Wolfgang von Goethe bezeichnete diesen Teil des Bodetales nicht ohne Grund - und damit völlig zu Recht - als das "gewaltigstes Felsental nördlich der Alpen".

Im Bodetal treffen Sie auf eine vom Menschen noch weitestgehend unberührte Natur. Den Wegrand säumen steile Felsklippen mit atemberaubenden Aussichten und ein urwaldähnlicher Mischwald mit zahlreichem Totholz und jungen Pflanzen. Hinzu gesellt sich der naturbelassene Flußlauf mit unzähligen Stromschnellen und diversen kleinen Wasserfällen.

Den Wanderweg durch das untere Bodetal gekennzeichnen viele kleinere, aber auch etliche größere Unebenheiten und Hindernisse. Immer wieder kommt es auf dieser Strecke zu Erd- und Steinrutschen. Umgekippte Bäume zwingen den Wanderer oftmals zu unvorhergesehenen gymnastischen Übungen. Sie müssen außerdem abrupte Höhenunterschiede überwinden und haben je nach Witterung mit erheblicher Feuchtigkeit des Bodens zu rechnen.

Auf der immer wieder von kleinen Anstiegen geprägten Strecke überqueren Sie zudem zahlreiche Brückenbauwerke. Unterwegs gibt es keine Gelegenheit, die Tour abzubrechen. Der Wanderweg ist also nicht für Personen geeignet, welche nur über eine geringe körperliche Belastbarkeit oder eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten verfügen.

Auf dem größten Teil der Wegstrecke gibt es keine Möglichkeit, um Verpflegung zu erwerben. Aus Richtung Treseburg kommend haben Sie erst jenseits der Teufelsbrücke im Gasthaus Königsruhe die Gelegenheit zur Einkehr. Sie sollten daher ausreichend Proviant mitnehmen. Des Weiteren gilt es zu beachten, daß in dem tief in das Gebirge eingeschnittenen Felsental die Verfügbarkeit von Funk- und Datennetzen erheblich eingeschränkt ist.

Die Wanderung beginnt im kleinen Ort Treseburg. Am Ortsausgang in Richtung Thale befindet sich neben dem Gebäude der Feuerwehr ein großer gebührenpflichtiger Parkplatz. Von dort gehen Sie an der Straße nach Allrode über die Bodebrücke und biegen hinter dieser Brücke noch vor der Kirche nach links ab. Über eine weitere kleine Brücke wird die aus Süden heranfließende Luppbode kurz vor deren Einmündung in die Bode überquert.

Der Wanderweg ist sehr gut ausgeschildert und u.a. mit der Hexe als Symbol des Harzer Hexenstieges gekennzeichnet. Im weiteren Verlauf sind Wegweiser aber kaum noch notwendig, da praktisch keine Abzweigungen vorhanden sind. Zwar gibt es auf der Gesamtstrecke auf der Bergseite mehrere kleine, steil bergauf führende Pfade, doch deren Begehung ist sehr beschwerlich und keiner dieser schmalen Wege führt zum Ziel am Ausgang des Bodetals in Thale.

Auf der ersten Hälfte des Weges führen an verschiedenen Stellen meist nur wenige Meter lange Pfade bis an das Ufer der Bode heran. Nach rund 2,5 Kilometern erreichen Sie eine Schutzhütte. Diese steht direkt neben der Brücke über den Dammbach nahe dessen Einmündung in die Bode. Darüber hinaus befinden sich an zahlreichen weiteren Stellen Bänke am Wegesrand.

Rund 7 Kilometer vom Ausgangspunkt der Wanderung entfernt erreichen Sie den Bodekessel. Wohl kein Wanderer läßt sich hier den Blick in die brodelnde Tiefe entgehen. Anschließend überqueren Sie nach wenigen dutzend Metern die Teufelsbrücke.

Der Weg führt jenseits der Teufelsbrücke an der beinahe senkrechten Wand des Rosstrappenfelsens entlang über zwei weitere Brückenkonstruktionen bis zum bereits erwähnten Gasthaus Königsruhe. Von dort geht es vergleichsweise bequem auf einem gut ausgebauten Weg weiter am Goethefelsen vorbei bis zur Talstation der Seilbahn.

Um wieder nach Treseburg zu gelangen, können Sie für den Rückweg die gleiche Strecke durch das Bodetal nehmen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, auf dem "Präsidentenweg" zur Roßtrappe zu gehen (Alternativvariante: eine Fahrt mit dem Sessellift) und von dort oberhalb und nördlich des Tales zurück zum Ausgangspunkt zu wandern. Diese Route ist ungefähr gleich lang. Empfehlenswert sind dabei kleine zusätzliche Wege zum Herzogsblick sowie zum Wilhelmsblick. Beide Aussichtspunkte ermöglichen gute Ausblicke in das Bodetal.

 


Die Wanderung berührt u.a. folgende markante Orte und Sehenswürdigkeiten:
Treseburg | Das Bodetal | Der Bodekessel | Die Teufelsbrücke | Die Seilbahn zum Hexentanzplatz | Thale

Abzweigungen führen Sie u.a. zu diesen Attraktionen:
Die Rosstrappe | Der Sessellift zur Roßtrappe | Die Winzenburg | Der Herzogsblick | Der Wilhelmsblick

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Weitere Informationen:
Bilder von der Wanderung durch das untere Bodetal | Der Harzer Hexenstieg | Wandern im Harz | Mit Johann Wolfgang von Goethe durch den Harz

HARZLIFE.TV-Videos:
Eine Wanderung durch das Bodetal zum Bodekessel | Von Treseburg nach Thale - Eine Wanderung durch das wild-romantische Bodetal

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