Die Winzenburg - Burgruine und Kultstätte

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Hauptwall der Winzenburg
Der Hauptwall der Winzenburg befindet sich inmitten eines dichten Baumbestandes und kommt in natura wesentlich besser zur Geltung als auf dem Foto.
Die Winzenburg ist eine ehemalige Festungsanlage auf dem Roßtrappenberg bei Thale. Sie wurde bereits in vorchristlicher Zeit von den Germanen - vermutlich vom Stamm der Sachsen - angelegt. Mit einer Gesamtfläche von etwa 24 Hektar gehört die Winzenburg zu den größten Burganlagen aus dieser Zeit. Ein wichtiger Bestandteil der Winzenburg war eine germanische Kultstätte, deren Reste noch heute in Form des legendären "Hufabdrucks" zu sehen sind.

Während die Winzenburg im Norden, Osten und Süden durch steile Abhänge einen recht guten natürlichen Schutz aufweisen konnte, mußte sie im Westen durch den Bau eines mehrere hundert Meter langen und noch heute rund sechs Meter hohen und zwischen sechs und acht Meter dicken Festungswalls gesichert werden. Der Hauptwall der Burg wurde wiederum von einem vorgelagerten Wall geschützt.

Die Besiedlung des Geländes der Winzenburg erfolgte schon vor etwa 4500 Jahren. Noch bis in das 10. Jahrhundert hinein war sie eine bedeutende Festungsanlage. Die letzten Besitzer der Winzenburg waren die Grafen von Regenstein, welche im späten Mittelalter die bereits verfallende Burg nutzten.

Eine weitere Verwendung als heimlicher Versammlungsort erfuhr die alte Kultstätte noch lange nach der offiziellen Christianisierung der Sachsen. Hier trafen sich diese Ureinwohner des Harzes, um nach wie vor die alten Götter zu verehren.

 


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