Die Harzquerbahn

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Die Harzquerbahn
Die Harzquerbahn zwischen Ilfeld und Netzkater
Die Harzquerbahn ist eine Schmalspurbahn im Harz. Sie verbindet die beiden am Rande des Gebirges gelegenen Städte Nordhausen und Wernigerode miteinander. Dabei durchquert das 60 Kilometer lange und 1000 Millimeter breite Gleis das nördlichste deutsche Mittelgebirge in direkter Nord-Süd-Richtung, denn beide Städte liegen auf dem gleichen Längengrad. In Wernigerode am Nordrand des Harzes befindet sich auch der Firmensitz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH.

Der ursprüngliche Zweck der Bahn bestand in der Förderung des Fremdenverkehrs und der im Harz vorhandenen Kleinindustrie. Die entsprechenden Ideen und Vorstellungen der Gründungsväter sind im Prinzip bis heute aktuell geblieben. Lediglich der Güterverkehr spielt nur noch zwischen Nordhausen und dem Steinbruch am Unterberg im Behretal nordwestlich des Bahnhofs "Eisfelder Talmühle" eine Rolle.

Der erste Streckenabschnitt der Harzquerbahn zwischen Nordhausen und Ilfeld wurde im Juli des Jahres 1897 eingeweiht. Im Norden konnte der erste Zug am 20. Juni 1898 von Wernigerode nach Drei Annen Hohne fahren. Seit dem 27. März 1899 ist die gesamte Strecke der Harzquerbahn durchgängig befahrbar. Im Jahre 1913 wurde außerdem bei Sorge ein Verbindungsgleis zum Schienenstrang der Südharzeisenbahn gebaut. Dieses Gleisstück war bis zum Jahre 1958 in Betrieb.

Die Harzquerbahn stellt darüber hinaus das unverzichtbare Bindeglied zwischen den drei verbliebenen Schmalspurbahnen im Harz dar. Am Bahnhof "Eisfelder Talmühle" hat sie einen Anschluß an die Gleise der Selketalbahn und in Drei Annen Hohne zur Brockenbahn.

Auf ihrem Weg durch das Gebirge muß sich die Harzquerbahn auf steile Berge hinaufquälen und durch enge Täler winden. Ein touristisch besonders bedeutsamer und zudem sehr abwechslungsreicher Streckenabschnitt ist der zwischen Wernigerode und Drei Annen Hohne. Auf diesem Teilstück befindet sich nahe des Bahnhofs "Steinerne Renne" der kleinste Bogenradius des gesamten Gleises. Dieser beträgt ganze 60 Meter. Oberhalb des Drängetals durchfährt die Harzquerbahn außerdem den einzigen Tunnel des Streckennetzes der Harzer Schmalspurbahnen.

Eine Besonderheit stellt obendrein der Straßenbahnbetrieb zwischen den Stationen Nordhausen Krankenhaus und Ilfeld-Neanderklinik dar. Auf diesem Abschnitt fahren seit Mai 2004 Straßenbahnen der Linie 10 mit Elektro- und Hybridantrieb.

Im Stadtgebiet von Wernigerode befindet sich am Bahnhof Westerntor das Bahnbetriebswerk der Harzer Schmalspurbahnen. In einer 70 Meter langen, im Jahre 1926 erbauten Werkhalle werden dort defekte Lokomotiven und Wagen wieder instand gesetzt sowie diverse weitere Wartungsarbeiten durchgeführt. Wer möchte, kann die Werkstatt im Rahmen einer Führung näher kennenlernen.

 


Mehr Informationen zur Harzquerbahn:
Der Streckenverlauf und die Bahnhöfe der Harzquerbahn | Fahrpreis-Übersicht | Bilder von der Harzquerbahn

HARZLIFE.TV-Video:
Die Harzquerbahn fährt durch den Drängetaltunnel

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Weitere Informationen:
Die Harzer Schmalspurbahnen - allgemeines | Die Brockenbahn | Die Selketalbahn | Die Südharzeisenbahn | Steckbrief - Harzer Schmalspurbahnen | Nordhausen | Wernigerode | Die Besichtigung des Bahnbetriebswerkes der HSB | Homepage der Harzer Schmalspurbahnen GmbH

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