Die Liebfrauenkirche in Wernigerode

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Die Liebfrauenkirche in Wernigerode  
Straßenansicht der Liebfrauenkirche  
Die Liebfrauenkirche steht in der Wernigeröder Altstadt im einstigen Viertel der Handwerker und Kaufleute. Sie wurde als ecclesia sancta mariae im Jahre 1230 erstmals urkundlich erwähnt. Der große romanische Kirchenbau erlebte 1533 den ersten evangelischen Gottesdienst der Stadt.

Das historische Bauwerk fiel im Jahre 1751 bei einem verheerenden Stadtbrand vollständig den Flammen zum Opfer. Fünf Jahre später erfolgte die Grundsteinlegung für ein neues Gotteshaus am alten Standort. Es entstand eine Saalkirche mit rechteckigem Grundriß im Stil des Spätbarock. Einen bedeutenden Teil der Baukosten übernahm das mit dem ortsansässigen Grafengeschlecht zu Stolberg-Wernigerode eng verbundene dänische Königshaus. Das Bauwerk wurde im Jahre 1762 fertiggestellt und eingeweiht. Lediglich der markante und ungefähr 50 Meter hohe Kirchturm entstand erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Stil der Neogotik.

Im Inneren der Liebfrauenkirche befindet sich noch die original erhaltene Rokokoausstattung. Als Relikt aus dem Vorgängerbau steht in der Kirche außerdem ein spätmittelalterlicher Taufstein mit spätgotischen Ornamenten. Die Orgel wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts eingebaut.

Heute wird die Liebfrauenkirche neben religiösen Zwecken auch für musikalische Darbietungen genutzt. Ihr Kirchturm besitzt eine Aussichtsplattform in rund 30 Metern Höhe. Der Aufstieg dorthin ist für Besucher möglich, welche von oben einen herrlichen Rundblick über große Bereiche des Stadtgebietes und des Umlandes genießen können.

 


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