Der Jakobsweg im Harz

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Wegweiser Jakobsweg im Harz  
Dieses Zeichen weist Ihnen den Weg.  
Viele Wege führen nach Santiago de Compostela. Einer von ihnen berührt auch die Harzregion. Bis zum Grab des Heiligen Jakobus - einem der 12 Jünger Jesus - sind es von hier noch etwa 3000 Kilometer Fußweg. Immer mehr Menschen beschreiten auf der Suche nach dem Sinn des Lebens die uralten Pfade, welche sich durch ganz Europa ziehen.

Aus Richtung Magdeburg kommend gelangt der Jakobsweg bei Halberstadt in das nördliche Harzvorland. Die erste Station im Harzgebiet ist das im 11. Jahrhundert gegründete Kloster Huysburg. Nach seiner Auflösung im Jahre 1804 wurde es 1972 neu gegründet und war damit das einzige Benediktinerkloster auf dem Gebiet der DDR. Auch heute leben hier zahlreiche Mönche nach alter Tradition und machen die mittelalterliche Anlage zu einem wichtigen geistlichen Zentrum im Bistum Magdeburg.

Nach Verlassen des Klosters Huysburg wendet sich der Jakobsweg nach Halberstadt zum Dom St. Stephanus. Das eindrucksvolle gotische Gotteshaus wurde von 1236 bis 1491 am Standort eines romanischen Vorgängerbaus errichtet. So sehenswert wie die Architektur des Domes ist auch der einzigartige Domschatz mit seinen zahlreichen byzantinischen Kostbarkeiten.

Die nächste Station des Jakobsweges befindet sich in der alten Fachwerkstadt Quedlinburg. Hier steht die im Stil der Romanik erbaute St.-Johannis-Kapelle. Sie war das Gotteshaus eines ehemaligen mittelalterlichen Hospitals - damals noch weit vor den Toren der Stadt.

Anschließend führt der Jakobsweg den Pilger direkt bis an den Rand des Harzes nach Gernrode zur Stiftskirche St. Cyriakus. Der Bau dieses Gotteshauses begann im Jahre 959 unter Markgraf Gero. Es ist heute eines der am besten erhaltenen Gebäude ottonischer Baukunst. Eine Besonderheit stellt die aus dem 11. Jahrhundert stammende Nachbildung des Heiligen Grabes Christi in Jerusalem dar.

Dem Harzrand in östlicher Richtung folgend gelangt der Pilger auf dem Jakobsweg nach Ballenstedt. Die dortige Kirche St. Elisabeth ist der heiligen Elisabeth von Thüringen gewidmet und entstand erst in den 1930er Jahren im damals modernen Bauhausstil. Hier finden Sie auch eine Pilgerunterkunft.

Der Jakobsweg folgt weiter dem Harzrand bis in den äußersten Nordosten des Gebirges nach Hettstedt. Station ist hier die spätmittelalterliche Stadtkirche St. Jakobi mit ihrer barocken Innenausstattung. An diesem Ort finden Sie ebenfalls eine Unterkunft für Pilger vor.

Nun wendet sich der Weg in Richtung Süden nach Klostermansfeld. Das Benediktinerkloster St. Marien stellt die letzte Station in Harz dar. Die Kirche des Klosters ist eine dreischiffige Basilika im Stil der Romanik.

Hinter dem Ort Klostermansfeld durchquert der Jakobsweg große Teile des von Relikten des Kupferbergbaus geprägten Mansfelder Landes. In Eisleben gelangt der Pilger zur Pfarrkirche St. Andreas, einer Wirkungsstätte des Reformators Martin Luther. Von der Kanzel dieser Kirche hielt er kurz vor seinem Tod seine letzten Predigten.

Jenseits von Eisleben führt der Jakobsweg weiter über Helfta und Querfurt nach Mücheln und anschließend ins Thüringer Land hinein.

 


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Weitere Informationen:
Das Kloster Huysburg | Halberstadt | Der Dom St. Stephanus zu Halberstadt | Die St.-Johannis-Kapelle in Quedlinburg | Das Stift Gernrode | Ballenstedt | Die St.-Elisabeth-Kirche in Ballenstedt | Hettstedt | Die St.-Jakobi-Kirche in Hettstedt | Das Schloß Mansfeld | Das Mansfelder Land | Klostermansfeld | Die Klosterkirche "St. Marien" in Klostermansfeld | Eisleben | Wandern im Harz

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