Stadtmauer und Wallanlagen in Goslar

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Durchgang in der Stadtmauer nahe der Neuwerkkirche
Durchgang in der Stadtmauer nahe der Neuwerkkirche
Die komplette historische Altstadt von Goslar war einst umgeben von einer gewaltigen Befestigungsanlage. Es handelte sich hierbei nicht einfach nur um eine Stadtmauer, sondern um ein sehr komplexes und gestaffeltes Verteidigungsbauwerk. Die Anfänge dieser Festungsanlage reichen in das 12. Jahrhundert zurück. Ihren letzten und massivsten Ausbau erfuhr die Stadtbefestigung von Goslar aber erst im 16. Jahrhundert.

Die eigentliche Stadtmauer wies eine Stärke von etwa 1,50 Meter und eine Höhe von bis zu 10 Metern auf. Ihr vorgelagert war ein innerer Graben, vor diesem befand sich ein hoher und steiler Wall, davor wiederum ein äußerer Graben und an vorderster Front eine Feldmauer. Dazu kamen außerdem zahlreiche Wehrtürme unterschiedlicher Größe und Bauart. All dies konnte aber nicht verhindern, daß Goslar im 30jährigen Krieg von schwedischen Truppen besetzt wurde.

Im 18. Jahrhundert war die Schutzfunktion der Stadtbefestigung überflüssig geworden. In der Folgezeit wurden die Anlagen teilweise abgetragen. Eine Vielzahl von Mauerfragmenten, Toren und Türmen konnte aber bis in unsere Zeit erhalten werden. Sie präsentieren sich heute originalgetreu saniert den Einwohnern und Gästen der Stadt.

Die der Stadtmauer vorgelagerten Wälle und Gräben wurden in eine Garten- und Parklandschaft umgestaltet, welche sich wie ein grüner Gürtel um das Stadtzentrum von Goslar herumzieht. Hier finden Sie viele malerische Plätze zum Ausruhen, schöne Wege unter hohen Bäumen sowie idyllische Wasserflächen. Von zahlreichen Stellen bieten sich außerdem interessante Ausblicke auf die Stadt.

 


Bedeutende Bauwerke der Stadtbefestigung:
Das Breite Tor | Der Zwinger | Von Sagen umwoben: Weberturm und Teufelsturm

Mehr Informationen zu Goslar:
Goslar - allgemeines | Der Stadtplan von Goslar | Die Neuwerkkirche | weitere Sehenswürdigkeiten in Goslar

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