Das Brockengespenst

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Das Brockengespenst ist ein eigentümlicher optischer Effekt, welcher durch das Zusammenspiel von dichtem Nebel, schräg einfallendem Licht und Schatten entsteht. Der Begriff wurde durch Johann Wolfgang von Goethe geprägt, welcher auf dem Brocken entsprechende Studien zur Optik und zum Wetter durchführte und damit dem höchsten Harzgipfel einen Einzug in die meteorologische Fachliteratur bescherte.

Das "Gespenst" tritt in Erscheinung, wenn die Strahlen der auf- bzw. untergehenden Sonne einen durch eine Person oder einen großen Gegenstand hervorgerufenen Schatten auf eine dicke Nebelwand werfen. Während die Person ihre Position nicht oder kaum verändert, bewegt sich der auf den Nebel projizierte Schatten durch verschiedene Luftströmungen innerhalb der Nebelbank. Er ändert dabei seine Form und bewegt sich somit nicht synchron zum Verursacher dieser ungewöhnlichen Erscheinung. Das Brockengespenst besitzt also ein scheinbares Eigenleben und manchmal schwebt es sogar. Je näher sich der Nebel befindet, desto größer wirkt es. Gelegentlich wird das "Gespenst" noch zusätzlich von einer Glorie umgeben - einer farbigen ringförmigen Lichterscheinung.

Grundsätzlich kann man das Brockengespenst auch an vielen anderen geeigneten Orten treffen. Doch der Brocken mit seinen durchschnittlich 306 Nebeltagen im Jahr bietet beste Chanchen, diese besondere optische Erscheinung auf dem Gipfel dieses Berges selbst einmal zu Gesicht zu bekommen.

 


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