Der Kautzthaler Graben

Anzeige:
Der Kautzthaler Graben
Der Kautzthaler Graben ist sichtlich bemüht, seinen künstlichen Ursprung zu verbergen.
Der rund 4200 Meter lange Kautzthaler Graben verlief am Hang des Rothenberges oberhalb des Dammgrabens. Er sammelte gipfelnahes Wasser und leitete dieses über den Schwarzenberger Wasserlauf und die Huttaler Widerwaage in den Hirschler Teich. Für diesen höchstgelegenen und wichtigsten Bergbauteich bei Clausthal bedeutete dies eine Verdoppelung des Einzugsgebietes.

Der Kautzthaler Graben ist zwar am Bergeshang auch heute noch gut erkennbar, erfüllt seinen einstigen Zweck aber schon lange nicht mehr. In einigen Abschnitten steht Wasser, welches allerdings nicht mehr abfließt.

Nahe der Einmündung in den Schwarzenberger Wasserlauf führt ein schmaler Wanderweg am Kautzthaler Graben entlang. Etwas weiter talwärts befinden sich die kaum noch sichtbaren Reste eines Vorgängergrabens. Dieser leitete einst über den etwas tiefer als der Schwarzenberger Wasserlauf gelegenen Polsterberger Wasserlauf ebenfalls Wasser in das Huttal. Getreu dem Leitspruch "Haltet die Wasser hoch" legten die Bergleute oftmals neue Gräben nur wenig oberhalb deren Vorgänger an. Der im Großen Kautztal beginnende Wassergraben zeigt deutlich, welche enormen Bemühungen in vergangenen Jahrhunderten notwendig waren, um den Energiebedarf der Oberharzer Bergwerke zu decken.

Heute ist der Kautzthaler Graben ein passiver Bestandteil des Kulturdenkmals "Oberharzer Wasserregal". Dieser eher unscheinbare Baustein des komplexen historischen Wasserwirtschaftssystem gehört damit außerdem zum Weltkulturerbe der UNESCO.

 


Weitere Informationen:
Der Dammgraben | Das Oberharzer Wasserregal | Der Hirschler Teich | Die Huttaler Widerwaage | Der Schwarzenberger Wasserlauf

In der näheren Umgebung befinden sich:
Clausthal-Zellerfeld | Der Kalte Küche Wasserlauf | Der Jägersbleeker Teich | Die Polsterberger Hubkunst | Der Polstertaler Teich | Der Rothenberger Wasserlauf | Das ehemalige Rothenberger Pumpwerk | Der Wasserwanderweg "Alter Dammgraben"

HomeInhaltsverzeichnisImpressum • Foto: fm