Der Brockengarten

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Der Brockengarten auf dem Brockengipfel
Blick vom Rundwanderweg auf den Versuchsteil des Brockengartens
Der Brockengarten befindet sich auf dem Brockengipfel westlich der Wetterstation. Diese einzigartige Gartenanlage beherbergt heute etwa 1400 Pflanzenarten. Unter diesen sind solche Seltenheiten wie die Brockenanemone und das Brockenhabichtskraut, welche es nur hier gibt.

Bereits im Jahre 1890 wurde der Brockengarten vom damaligen Direktor des botanischen Gartens der Universität Göttingen gegründet. Zu Forschungs- und Versuchszwecken siedelte man an diesem exponierten Ort zahlreiche verschiedene Pflanzen an. Nach einer Phase des Niedergangs während des Ersten Weltkrieges und der Folgejahre erlebte der Brockengarten in den 1930er Jahren eine neue Blütezeit.

Um das Jahr 1950 fiel die Zuständigkeit für den Brockengarten an die Martin-Luther-Universität in Halle. Ab 1961 war der Brockengipfel für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Das Militär übernahm die Kontrolle der Bergkuppe und baute diese nach und nach festungsartig aus. Als Folge dessen wurde auch der Brockengarten geschlossen. Mangels Pflege begann dieser zu verwildern.

Im Jahre 1990 erfolgte mit der Beseitigung der Sperranlagen auf dem Brockengipfel auch eine Bestandsaufnahme im Brockengarten und der Beginn der erneuten wissenschaftlichen Arbeit. Seither entwickelte sich diese Gartenanlage zu einem wichtigen Standort für Lehre und Forschung sowie Aufgaben des Naturschutzes. Diesem Zweck dient auch das Angebot, Teilbereiche für die Öffentlichkeit im Rahmen einer Führung zugänglich zu machen. Der Treffpunkt hierzu befindet sich an der Infotafel nahe der Wetterwarte unweit des Brockenbahnhofs. Dort werden auch die aktuellen Führungszeiten bekanntgegeben.

 


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