Die Sage(n) von der Teufelsmauer

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Über die Entstehung der Teufelsmauer gibt es verschiedene Sagen und noch mehr Variationen derselben. Hier lesen Sie die beiden bekanntesten dieser volkstümlichen Geschichten in ihrer jeweiligen Grundaussage.

  1. Als die Karolinger damit begannen, die einheimischen heidnischen Sachsen zum Christentum zu bekehren, entstanden im nördlichen Harzvorland auch zahlreiche Kirchen, Kapellen und Klöster. Der Teufel sah dies mit wachsendem Unbehagen und begann, sein Reich mit einer Mauer gegen die Ausbreitung des Glaubens an den christlichen Gott zu schützen. Doch was er nachts aufbauen konnte, stürzte ihm am Tage wieder ein. Schließlich gab der Teufel auf, weil er einsah, daß er die Verbreitung des Christentums nicht aufhalten würde. Lediglich einige Reste seiner Mauer überlebten die Zeit.

  2. Vor Urzeiten, als Gott und Teufel die Erde unter sich aufteilten, wurde zwischen beiden vereinbart, daß dem Teufel all das Land gehören sollte, welches er in einer Nacht bis zum ersten Hahnenschrei mit einer Mauer umbauen konnte. In jener Nacht, als der Teufel sein Bauwerk begann, war nun aber eine alte Frau unterwegs, die auf dem Markt einen Hahn verkaufen wollte. In der Dunkelheit stolperte sie, und der Hahn erschrak sich dabei und begann zu krähen. Der Teufel hörte dies und dachte, daß seine Zeit schon um sei und riß vor lauter Wut die Teufelsmauer wieder ein. Die Reste sind bis auf den heutigen Tag stehengeblieben.

 


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Weitere Informationen:
Die Teufelsmauer | Sagen aus dem Harz

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