Die Sage vom Hund Quedel

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Stadtwappen mit Hund Quedel
Das Stadtwappen mit dem Hund Quedel vor dem Rathaus von Quedlinburg
Im Stadtwappen von Quedlinburg befindet sich u.a. ein Hund namens Quedel. Verschiedene Sagen ranken sich um dieses Tier und den Namen der Stadt.

Angeblich hatte sich Kaiser Heinrich III. bis über beide Ohren in seine bildhübsche Tocher Mathilde verliebt. Diese wies ihn aber stets angewidert zurück und betete vergeblich zu Gott, daß er ihre Schönheit in Häßlichkeit verwandele, damit ihr Vater von ihr abließ.

Eines Tages kam der Teufel zu Mathilde und bot ihr seine Hilfe an. Sie handelte mit ihm aus, daß ihre Seele dem Teufel gehört, wenn dieser sie drei Nächte in Folge schlafend antrifft. Mathilde hielt sich in den folgenden Nächten wach, indem sie webte und stickte. Sobald sie einzuschlafen drohte, bellte ihr Hündchen Quedel, so daß sie wieder hellwach wurde.

Der Teufel fühlte sich überlistet und wurde wütend. Voll Zorn schlug er Mathilde seine Krallen ins Gesicht. Dadurch wurde sie so häßlich, daß ihr Vater jegliches Interesse an ihr verlor.

Mathilde ließ zu Ehren ihres Hundes Quedel die Abtei Quedlinburg errichten, wo sie fortan selbst ein Gott zugewandtes Leben führte.

Eine andere Sage berichtet, daß ein Hund mit Namen Quedel die Bürger der Stadt durch lautes Bellen vor einer herannahenden Räuberbande warnte, so daß die Stadttore noch rechtzeitig verschlossen werden konnten. Aus Dankbarkeit und als Erinnerung nannten die Bewohner der Stadt diese seither "Quedlinburg" und nahmen den Hund in ihr Wappen auf.

 


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Quedlinburg | Sagen aus dem Harz

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