Elwedritsche im Harz

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Elwedritsche-Mutter in Wernigerode  
Auf dem Neuen Markt in Wernigerode steht diese Elwedritsche-Mutter.  
Eigentlich herrscht im Harz kein Mangel an Sagen- und Phantasiegestalten wie Hexen, Riesen, Zwerge, Bergmönche, Wilde Jäger, Dämonen und natürlich dem Teufel. Doch diese bunte und zahlreiche Gesellschaft hat in der jüngeren Vergangenheit sogar noch etwas Zuwachs bekommen.

Die Elwedritsche sind ursprünglich Fabelwesen aus der Pfalz. Ihr Aussehen erinnert ein wenig an Hühner und sie sind trotz kleiner Flügel flugunfähig. Sie trieben in der Vergangenheit in ihrer angestammten Heimat so manchen Bürger zur Verzweiflung, halfen aber auch oft armen Weinbauern und anderen Leuten. Eine alte Pfälzer Tradition ist außerdem die Jagd auf die Elwedritsche wegen ihres schmackhaften Fleisches.

Im Jahre 1989 wurde eine Städtepartnerschaft zwischen Neustadt an der Weinstraße und Wernigerode im Harz besiegelt. In der Folge siedelte eine Elwedritsche-Mutter mit Ei aus dem südwestlichen Deutschland in den Harz über. Sie steht hier als Kunstwerk auf dem Neuen Markt, dem einstigen Marktplatz der Wernigeröder Neustadt.

Das Muttertier wird als sechsfüßiges Wesen mit Stielaugen, Zöpfen und langem Schnabel dargestellt. Aus dem im Bild nicht sichtbaren Ei ist übrigens gerade ein Küken geschlüpft. Wenn dieses Elwedritsche-Junge dereinst ausgewachsen sein wird, wird es vermutlich in Wernigerode und Umgebung sein Unwesen treiben, so wie es seine Artgenossen im Pfälzer Wald auch tun.

 


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