Die Ruine der Stiftskirche St. Georg

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Die Ruine der Stiftskirche St. Georg
Blick auf die Ruinenanlage der ehemaligen Stiftskirche St. Georg
Ein historisch bedeutsames Ruinenareal erstreckt sich nördlich der Goslarer Altstadt. Dort befinden sich die Überreste mächtiger hochmittelalterlicher Bauwerke. Diese erblickten bei umfangreichen Grabungen in den Jahren 1963 und 1964 wieder das Tageslicht.

Einst gehörten die Mauern zu dem vermutlich um das Jahr 1025 von Konrad II. gegründeten Stift St. Georg. Bei den erwähnten Ausgrabungen fanden Forscher außerdem Hinweise auf noch ältere bauliche Anlagen aus der Zeit der Reichsgründung. Fragmentarisch erhalten geblieben sind die Grundmauern des Kirchenbauwerks mit achteckigem Grundriß sowie diversen Anbauten aus verschiedenen Jahrhunderten.

Im Jahre 1527 wurde das Nonnenkloster mitsamt der Stiftskirche St. Georg von den Goslarer Bürgern den Flammen übergeben und anschließend alle oberirdischen Mauern niedergerissen. Grund hierfür war eine drohende Belagerung der Stadt durch den Braunschweiger Herzog. Man wollte diesem keine befestigten Anlagen im Vorfeld der Stadtmauern überlassen. Dem damaligen Beschluß des Stadtrates fielen noch zahlreiche weitere vorgelagerte Bauwerke zum Opfer.

Das Gelände um die Ruine der Stiftskirche St. Georg ist in unseren Tagen als Parkanlage gestaltet. Das weitläufige Klosterareal erstreckte sich aber seinerzeit deutlich über die heute frei zugängliche Fläche hinaus.

 


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