Die historischen Kleinhalden bei Hettstedt

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Die Kleinhaldenlandschaft bei Hettstedt
Blick vom Maschinendenkmal auf die Kleinhaldenlandschaft bei Hettstedt
Die eindrucksvollen, teilweise mehr als 100 Meter hohen Abraumhalden im Mansfelder Land stellen zwar einen markanten Blickfang dar, doch ist deren Anzahl an der Gesamtheit der Bergbauhalden sehr gering. Viele der im Mittelalter entstandenen Kleinsthalden lassen sich heute kaum noch von der umgebenden Landschaft unterscheiden. Größer wurden die Halden dann in der beginnenden Neuzeit und in der frühen Phase der Industrialisierung. Diese sind als deutliche Erhebungen auch für den Laien meist unschwer zu erkennen.

Mehrere hundert dieser historischen Kleinhalden des Altbergbaus befinden sich südöstlich von Hettstedt. Das Haldenareal erstreckt sich von Burgörner über Welfesholz und Gerbstedt bis nach Zabenstedt. Die Kleinhalden stammen aus verschiedenen Epochen und dokumentieren die Entwicklung des Bergbaus im Mansfelder Land seit Beginn der Neuzeit. Während die kleineren und älteren Halden vor allem im Norden des Gebietes anzutreffen sind, finden Sie die größeren und jüngeren Kleinhalden im südlichen Teil.

Alle Kleinhalden bedecken Flächen von wenigen dutzend Quadratmetern bis hin zu mehreren hundert Quadratmetern. Die größten von ihnen sind bis zu 10 Meter hoch. Weite Teile des Haldenareals stehen als Landschaftsschutzgebiet bzw. als sog. "FFH-Gebiet" (Fauna-Flora-Habitatrichtlinie) unter besonderem Schutz. Die meisten Kleinhalden besitzen einen mit Schwermetallen angereicherten Boden, welcher oftmals ein Refugium für seltene Pflanzen darstellt.

Gefährdet werden die Kleinhalden und die darauf wachsende Schwermetallvegetation durch die landwirtschaftliche Nutzung der angrenzenden Gebiete sowie durch "Motorsportler", welche die Hügellandschaft als Trainingsgebiet für sich entdeckten. Auch in Zukunft werden stets große Bemühungen notwendig sein, um die wertvollen montanhistorischen Zeugen auch für zukünftige Generationen zu bewahren.

Im Westen des Kleinhaldengebietes befinden sich das Tonloch (der mit Wasser gefüllte Rest einer Tongrube) sowie das Maschinendenkmal, welches im Jahre 1890 zum Gedenken an die erste in Deutschland erbaute Dampfmaschine errichtet wurde. Über die Zufahrtsstraße zu diesem Denkmal können Sie den Rand des Haldenareals auch bequem mit dem eigenen Fahrzeug erreichen.

Weitere historische Kleinhaldenareale finden Sie im Mansfelder Land u.a. nordwestlich des Ortes Helbra, westlich von Wimmelburg sowie nordwestlich von Blankenheim.

 


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Weitere Informationen:
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