Eine Wanderung rund um den Okerstausee

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Der Okerstausee
Der Okerstausee mit Bootshafen und Straßenbrücke
Rund um den Okerstausee führt ein ungefähr 18 Kilometer langer Wanderweg. Hier können Sie stundenlang durch den Harz wandern und müssen dabei nur sehr geringe Höhenunterschiede überwinden.

Die Wanderung beginnt am Parkplatz an der Hauptstaumauer. Sie überqueren dieses gigantische Betonbauwerk auf seiner Krone und passieren nach rund 300 Metern den ersten Gebirgsbach, welcher in den Stausee fließt. Sein Name "Großer Juliusstau" erinnert an ein historische Staubauwerk wenig unterhalb des Standortes der heutigen Betonmauer.

Sie folgen dem gut ausgebauten Weg am Ufer entlang. Ein erster größerer Seitenarm des Sees führt den Wanderer in das Lange Tal. Auch hier stoßen Sie auf einen kleinen Bach, welcher das große künstliche Gewässer speist (km 1,5).

Anschließend umwandern Sie eine mächtige Landzunge. Dabei ergeben sich immer wieder malerische Ausblicke auf den Okerstausee und die Weißwasserbrücke. Der Weg folgt auf mehreren Kilometern dem gewundenen Verlauf der Uferlinie. Dabei sind zahlreiche kleinere Gebirgsbäche zu überqueren, deren Wasser sich ebenfalls in den See ergießt.

Nach ungefähr vier Kilometern Fußweg erreichen Sie das Kalbetal. Es handelt sich um ein langes schmales und je nach Wasserstand im Stausee mehr oder weniger überflutetes Gebirgstal. Die bewaldeten Berge an beiden Seiten überragen den See um bis zu 100 Meter. Auch im Kalbetal münden diverse Bäche in den Stausee. Neben der namensgebenden, bei Torfhaus entspringenden Kalbe ist dies als weiterer bedeutender Zufluß die aus Nordosten heranfließende Große Hune (km 5,2).

Nachdem Sie das Kalbetal und den entsprechenden Seitenarm des Okerstausees hinter sich gelassen haben, erreichen Sie gegenüber dem "Windbeutelkönig" eine markante felsige Landzunge, welche weit in das Gewässer hineinreicht. Auf einem schmalen Pfad können Sie hier direkt bis an das Ufer gelangen. Von diesem Standort ergibt sich eine herrliche Sicht auf große Bereiche des östlichen Teils des Stausees (km 6,5).

Weiter gehen Sie den Weg bis zur Mauer der Vorsperre (km 8,0). Über das Bauwerk hinweg führt eine nichtöffentliche Straße. Hier können Sie bequem auf die andere Seeseite gelangen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Stausee der Vorsperre mit den Zuflüssen Kellwasser, Oker und Schwarzes Wasser zu umwandern. Dies verlängert die Wanderroute um etwa drei Kilometer und bringt Sie bis an den Nordrand der Stadt Altenau.

Von der Staumauer der Vorsperre folgen Sie auf einer Strecke von etwa 2,5 Kilometern dem Weg in nördlicher Richtung neben der Bundesstraße 498 vorbei am Windbeutelkönig bis zur Weißwasserbrücke (km 10,5). Wer nicht so weit direkt an der Bundesstraße laufen möchte, kann nach wenigen hundert Metern links in den Sägemüllerweg einbiegen und dabei den Weg über einen Ausläufer des Heinrichsberges etwa einen Kilometer abkürzen. Allerdings ist hierbei ein Höhenunterschied von rund 80 Metern zu überwinden. Nahe der Ravensklippen treffen Sie westlich der Weißwasserbrücke wieder auf den Stausee.

Unterhalb der erwähnten Felsklippen führt Sie der Wanderweg weiter in südwestlicher Richtung durch das überflutete untere Langetal. Hier treffen Sie auch auf einige beschwerlichere Streckenabschnitte, welche allerdings für den typischen Wanderer kein Hindernis darstellen. Von der Weißwasserbrücke bis zum westlichen Ende des Okerstausees sind es ungefähr drei Kilometer Fußweg. Dort mündet mit der Lange der neben der Oker bedeutendste Zufluß in den See. An dieser Stelle stoßen Sie auch auf die Landstraße nach Clausthal-Zellerfeld.

Der restliche, etwa vier Kilometer lange Teil des Weges bis zur Hauptstaumauer verläuft unmittelbar neben der Straße. Jenseits von Schulenberg besteht die Möglichkeit, von dieser Route abzuweichen und statt das Mulltal auf der zweiten großen Straßenbrücke zu überqueren, dieses auf einem ca. 1,8 Kilometer langen Wanderweg abseits des Straßenverkehrs zu umgehen. Dabei treffen Sie neben verschiedenen kleineren Gebirgsbächen auch auf den größeren Zufluß "Große Bramke". Die Wanderung um das untere, vom Wasser überflutete Mulltal verlängert die Gesamtstrecke um rund 1,5 Kilometer.

Die verbliebene Reststrecke jenseits der Mulltalbrücke von gut einem Kilometer bietet Ihnen nochmals schöne Ausblicke auf den künstlichen See. Für den Weg neben der Landstraße bzw. der Bundesstraße 498 gibt es leider keine brauchbare Alternativroute. Allerdings sind Fußweg und Straße baulich so voneinander getrennt, daß für den Wanderer keinerlei Gefahr besteht. Der bequeme Weg ist in kurzer Zeit bewältigt und Sie sind am Ausgangspunkt der Wanderung angelangt.

Entlang der Wegstrecke befinden sich an den Straßenrändern noch zahlreiche weitere Parkplätze. Sie können daher alternativ auch jeden dieser anderen Plätze als Ausgangs- bzw. Endpunkt ihrer Wanderung verwenden.

 


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Weitere Informationen:
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