Das ehemalige Kloster Himmelpforte

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Kloster Himmelpforte
Hinter der Mauer am Wegesrand stand einst das Kloster Himmelpforte.
Im Wald westlich des Wernigeröder Ortsteils Hasserode befand sich einst ein bedeutendes Augustinerkloster. Es wurde im Jahre 1253 von Ritter Dietrich von Hartesrothe gestiftet und entwickelte sich bald vor allem um den Himmelfahrtstag zum Wallfahrtsort. Die Mönche lebten hauptsächlich vom Weinanbau und von der Fischzucht.

Im August des Jahres 1517 hielt sich Martin Luther im Kloster Himmelpforte auf. Vier Jahrhunderte später errichtete man deshalb dem großen Reformator einen Gedenkstein. Dieser Lutherstein befindet sich etwas versteckt im Wald südwestlich der einstigen Klostergebäude. Jährlich am Himmelfahrtstag wird unterhalb des Steins ein Gottesdienst abgehalten und damit an den uralten Brauch der Wallfahrten angeknüpft.

Im Jahre 1525 stürmten aufständische Bauern das Kloster, plünderten und beschädigten es und vertrieben zeitweilig die Mönche. Das Kloster bestand noch eine gewisse Zeit danach, erreichte aber nie wieder seine vorherige Blüte. Die Gebäude begannen zu verfallen und ab dem 18. Jahrhundert wurden die Steine als Baumaterial verwendet. Heute sind nur noch wenige Reste der Grundmauern erhalten.

Im Tal unterhalb des ehemaligen Klosters Himmelpforte befinden sich auch in unseren Tagen noch zahlreiche Fischteiche, welche einst von den Augustinermönchen angelegt wurden. Der sich nordöstlich der einstigen Wirkungsstätte der Mönche erhebende Berg trägt bis heute den Namen Weinberg. Seit einigen Jahren gehört das Kloster Himmelpforten zu den Stationen auf dem Harzer Klosterwanderweg.

 


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Weitere Informationen:
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