Die Sage vom Wettsaufen zu Ellrich

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Die Sage berichtet, daß sich einst in Ellrich die Ritter zum Wettsaufen trafen. Der Sieger sollte als Preis eine goldene Kette erhalten. Einer der Teilnehmer war auch der berüchtigte Graf Ernst von Klettenberg. Dieser kam mit seinem Pferd zum Wettstreit angeritten.

Nach vier Stunden konnten sich nur noch vier der Ritter auf den Beinen halten. Unter ihnen befand sich auch der trinkfeste Graf von Klettenberg. Die drei anderen Ritter mußten sich schon lallend an Tischen und Wänden festhalten. Daher wähnte sich Graf Ernst von Klettenberg als Sieger und griff sich die als Preis ausgelobte Kette. Er stieg auf sein stolzes Roß und ritt davon.

Unterwegs kam Graf Ernst von Klettenberg an der Ellricher Kirche (vermutlich "St. Nikolai") vorbei. Er hörte von drinnen den Gesang der versammelten Gemeinde. Daraufhin ritt er im Vollrausch mit seinem Pferd in das Gotteshaus hinein bis hinauf zum Altar. Dort verlor das Pferd seine Hufeisen, worauf Roß und Ritter zu Boden stürzten.

Zur Erinnerung an diese frevelhafte Tat nagelte man die vier Hufeisen des Pferdes an die Kirchentür. Dort waren sie noch lange Zeit zu besichtigen. Der Graf von Klettenberg aber soll seither als Spukgestalt im nahen Pontelteich hausen.

 


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Weitere Informationen:
Ellrich | Der Nikolaiturm am Standort der historischen St. Nikolai-Kapelle in Ellrich | Das Gerippe vom Pontelteich | Die Burgruine Klettenberg | Sagen aus dem Harz

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