Die Sage von der Entstehung des Namens Benneckenstein

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Die Sage von Benneckenstein
Die zentrale Szene aus der populären Sage findet sich an vielen Stellen im Stadtgebiet wieder.
Eine volkstümliche Sage berichtet darüber, wie der Ort Benneckenstein zu seinem Namen kam.

Ein alte Frau war mit ihrer vollgepackten Kiepe im Wald unterwegs, um Eier und andere Hofprodukte in den umliegenden Siedlungen zu verkaufen. Von der schweren Last müde geworden, setzt sich die Alte zum Ausruhen auf einen Stein, wo sie auch schon bald darauf einschlief.

Nun begab es sich, daß zu eben dieser Zeit auch ein junger Jäger im Wald den Tieren nachstellte und von der Arbeit ebenfalls müde geworden war. Er wollte eine Pause machen und setzte sich auf die schlafende Frau, die er in ihrer grauen Bekleidung für einen der zahlreich herumliegenden Steine hielt.

Doch der vermeintliche Stein begann, sich zu bewegen, der Jäger erkannte seinen Irrtum und entschuldigte sich. Die unsanft geweckte alte Frau aber rief ihm entrüstet auf Plattdeutsch zu: "Benn eck en Stein?"

Der Jäger erzählte später die Begebenheit im nahen Dorf, worauf sich die Geschichte weiter verbreitete und man den Ort bald nur noch "Benn eck en Stein" nannte.

Obwohl diese Geschichte auch heute noch sehr populär ist, gibt es auch noch andere, weniger bekannte Sagen zur Namensgebung des Ortes. Eine davon vermutet den Ursprung der Ortsbezeichnung bei den heidnischen Sachsen. Diese huldigten an diesem Ort angeblich einem Gott namens Benniko.

Eine weitere Geschichte berichtet von einem kriegerischen Mann namens Bennico, welcher hier nach siegreichem Kampf sein Haus baute und den Ort Bennicostein nannte.

 


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Weitere Informationen:
Benneckenstein | Sagen aus dem Harz

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