Die Sage vom Heiligen Teich

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Der Heilige Teich bei Gernrode im Harz  
Es wird Abend am Heiligen Teich.  
Hathui (Hedwig) war die erste Äbtissin des Klosters zu Gernrode und die Schwiegertochter des Stiftgründers, dem Markgrafen Gero. Die fromme Frau hielt sich besonders gern am Heiligen Teich auf. Das Teichwasser erhielt mit der Zeit durch ihren Aufenthalt heilende Kräfte. In der Folge suchten viele Kranke den Teich zur Linderung ihrer Leiden auf.

Einst war Hathui selbst schwer erkrankt. Zu dieser Zeit wurde sie zu einer Sterbenden gerufen, bei der sie die ganze Nacht am Bett wachte, bis diese friedlich einschlief. Die damit verbundene Anstrengung schwächte Hathui noch mehr und es ging ihr am folgenden Tag besonders schlecht. Zu jener Stunde, zu welcher sie sonst am Heiligen Teich weilte, starb sie im Kloster an einem Blutsturz. Daraufhin färbte sich das Wasser des Teiches blutrot. Es dauerte eine Weile, bis der Heilige Teich wieder seine natürliche Farbe annahm.

Diese Geschehnisse aus dem frühen 11. Jahrhundert spielten sich an einem erst im 18. Jahrhundert für Bergbauzwecke angelegten Gewässer ab. Möglicherweise gab es aber schon im Hochmittelalter an diesem Ort einen kleinen Teich.

 


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Weitere Informationen:
Gernrode | Der Heilige Teich | Sagen aus dem Harz

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