Die Alte Burg in Osterode

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Alte Burg in Osterode - Der Bergfried
Die "Alte Burg" in Osterode - Ruine des Bergfrieds nach der Sanierung
Am Rande der Altstadt von Osterode befindet sich auf einem Bergsporn zwischen den Tälern der Söse und des Lerbachs die Ruine der "Alten Burg". Sie wurde im Jahre 1153 erstmals urkundlich erwähnt. Ein Vorgängerbau stand an diesem Platz aber vermutlich schon im 10. Jahrhundert. Die Burganlage war an drei Seiten durch steile Berghänge gesichert und im Osten in Richtung des Bergrückens durch einen tiefen Burggraben.

Die im Stil der Romanik aus Gipsmörtel und großen Geröllsteinen erbaute Burg war ursprünglich etwa 40 mal 60 Meter groß. Sie wurde in einer im Mittelalter auch im Südharz typischen Fischgräten-Bauweise errichtet. Der Bergfried der Alten Burg zählte mit einer Höhe von 34 und einem Durchmesser von 14 Metern zu den größten Burgtürmen in Mitteleuropa.

Die Alte Burg diente als einst Schutzburg für die Harzstraße und den Söseübergang. Sie war außerdem zeitweiliger Verwaltungssitz der Herzöge von Braunschweig und beherbergte darüber hinaus eine Münzstätte. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die Burg bedingt durch bauliche Schäden nicht mehr genutzt. Es folgte ein Jahrhunderte währender Verfall. Die Steine der Burgruine dienten als Baumaterial für zahlreiche Gebäude in der Stadt Osterode.

Heute sind noch ein imposanter und weithin sichtbarer Rest des Bergfrieds sowie einige Mauern und Pfeiler von anderen Gebäuden der Burg erhalten. In den Jahren 1995 bis 1997 wurde die Ruine sorgfältig saniert. Dabei erhielt der Bergfried u.a. eine deutlich sichtbare Schutzhaube aus Gipsbeton, um Risse im Mauerwerk zu schließen und das gesamte Bauwerk zu stabilisieren. Um weitere Schäden an der Ruinenanlage zu vermeiden, ist deren betreten nicht gestattet.

 


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