Gittelde

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Die St.-Mauritius-Kirche in Gittelde
In der St.-Mauritius-Kirche befindet sich ein aus dem 15. Jahrhundert stammender Flügelaltar.
Gittelde ist ein kleiner Erholungsort am Westrand des Harzes. Er liegt direkt an der historischen "Thüringer Heerstraße", etwa auf halbem Weg zwischen Seesen und Osterode. Im Jahre 953 wurde die Siedlung als Standort eines Königshofes erstmals urkundlich erwähnt. Dieser Königshof war vermutlich ein Außenhof der Königspfalz Pöhlde. Die im Ortszentrum stehende Johanniskirche gehörte einst zu diesem Gebäudekomplex und erhebt sich noch heute auf dem altem Mauerwerk aus dieser längst vergangenen Zeit.

Gittelde zählte im Mittelalter zu den bedeutendsten Bergbaustädten im Harzgebiet. Auf Grund der reichen Erzvorkommen entstand in Ortsnähe schon zur Gründungszeit der Siedlung eine königliche Münzstätte, welche bis ins 17. Jahrhundert hinein existierte. Zu Beginn der Neuzeit war das Gebiet um Gittelde ein Zentrum der Eisenverhüttung. Dieses Gewerbe hielt sich mit abnehmender Intensität bis ins 19. Jahrhundert.

Mit der St.-Mauritius-Kirche steht im Nordwesten des Ortes eine zweite Kirche. In Gittelde befindet sich außerdem der Endpunkt des 1864 vollendeten Ernst-August-Stollens. Dieser ist der längste Wasserstollen in Europa. Das neoromanische Portal mit seinen Türmen und Zinnen am Mundloch des Stollens gehört zu den besonderen Sehenswürdigkeiten des Städtchens.

Heute ist Gittelde ein beliebter Ferienort mit etwas mehr als 2000 Einwohnern. Die ruhige und waldreiche Umgebung sowie die Nähe zu vielen bedeutenden Touristikzentren des Harzes machen den Ort so attraktiv.

Eine bedeutende Sehenswürdigkeit nur wenige Kilometer nördlich von Gittelde ist die Ruine der Burg Stauffenburg. Dieses um das Jahr 1050 errichtete Festungsbauwerk diente einst dem Schutz des Ortes.

In der näheren Umgebung befinden sich:
Bad Grund | Herrhausen | Osterode | Seesen | Windhausen

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Weitere Informationen:
Baustile im Überblick | Der Ernst-August-Stollen

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