Der Waldgott Biel

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Biel ist eine alte germanisch-sächsische Gottheit. Dieser Schutzgott des Waldes wird den Asen zugerechnet. Sonst sind leider keine Angaben zur Herkunft und zu sonstigen Familienverhältnissen überliefert worden.

Biel fördert das Wachstum der Bäume. Die Schutzfunktion des Gottes bezieht vermutlich auch alle im Wald tätigen Personen ein. So berichten alte Schriften, daß seine Priester einstmals u.a. auch die Beile der Waldarbeiter weihten. Sein Verehrungs- und Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Thüringer Raum bis in den Harz hinein.

Die Kultstätten zu Ehren Biels wurden vor der Christianisierung Mitteldeutschlands auf Bergen angelegt. In vielen geografischen Namen - vor allem denen von Bergen - ist Biel auch heute noch zahlreich anzutreffen.

Im Harzraum finden Sie so z.B. die Ortschaft Bielen östlich von Nordhausen, den Bielstein bei Ilfeld, den Bielstein bei Rübeland mit der Bielshöhle sowie den Bielstein bei Blankenburg mit der Bielsteinklippe und dem Bielsteintunnel.

Auf Grund der spärlichen Überlieferungen wird die Existenz des Waldgottes Biel heutzutage von Vielen angezweifelt. Es stellt sich somit die Frage, was zuerst da war - der Gott, nach welchem die Berge benannt wurden, oder die gleichlautenden Namen der Berge, nach denen später ein (nicht existierender) Gott benannt wurde.

 


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Mehr Informationen:
Die Götter der Germanen | Der Bielsteintunnel | Die Bielsteinklippe bei Blankenburg | Der Bielstein bei Rübeland

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