Der Abbegraben

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Der Abbegraben
Der Abbegraben im Winter
Der Abbegraben ist ein im Jahre 1827 angelegter Wassergraben südöstlich von Torfhaus. Er diente der Versorgung der Bergwerke des Burgstätter Zuges um Clausthal mit Antriebswasser für die dortigen Wasserräder. Der Graben zapft das Wasser der Abbe an, welche im wasserreichen Brockenfeld entspringt - einem Sumpfgebiet südwestlich des Brockens. Die Gesamtlänge des Abbegrabens beträgt 1540 Meter. Er ist der östlichste Ausläufer des umfangreichen Dammgrabensystems. Bis zum Zielort bei Clausthal legt das der Abbe entnommene Wasser rund 31 Kilometer in Gräben und Tunneln zurück und überquert dabei auch den Sperberhaier Damm.

Das Wasser im Abbegraben besitzt eine rostbraune Farbe, welche durch gelöste Huminstoffe aus den Mooren hervorgerufen wird. Viele kleine Stichgräben fließen in den Abbegraben und führen ihm damit zusätzliches Wasser zu.

Bei den Unmengen an Wasser im Brockengebiet mit einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von mehr als 1600 mm scheint die vergleichsweise geringe Wasserentnahme durch den Abbegraben nicht zu stören. Dennoch bewirkte die Anlage dieses wasserwirtschaftlichen Bauwerkes eine Veränderung der empfindlichen Vegetation unterhalb des Grabens. Man läßt aus diesem Grund heute diese Stichgräben wieder zuwachsen, um dem Moor die Möglichkeit zu geben, sich zu regenerieren.

Ein großer Teil des Abbegrabens verläuft parallel zum Goetheweg, so daß dieser Wassergraben vielen Brockenwanderern bekannt ist. In unseren Tagen steht der einst für bergbauliche Zwecke errichtete Graben unter Denkmalschutz. Er gehört außerdem zum Kulturdenkmal "Oberharzer Wasserregal".

 


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Weitere Informationen:
Bild vom winterlichen Abbegraben | Die Abbe | Der Burgstätter Gangzug | Der Dammgraben | Der Goetheweg | Der Nationalpark Harz | Das Oberharzer Wasserregal | Der Sperberhaier Damm

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